01.09.2026
Nach fast zwei Jahren Entwicklungszeit ist Haiku R1/beta6 erschienen. Auf den ersten Blick könnte man die sechste Beta des freien, von BeOS inspirierten Betriebssystems als weiteres Zwischenrelease abtun. Das wäre allerdings ein Fehler. Hinter der Versionsnummer verbirgt sich eine der umfangreichsten Entwicklungsphasen in der Geschichte des Projekts: mehr als 530 erledigte Fehler und Verbesserungswünsche, eine neue Speicherverwaltung, Fortschritte bei Virtualisierung und WebKit, deutlich mehr Hardware-Unterstützung und vor allem ein wachsendes Software-Ökosystem.
Weiterlesen →28.08.2026
Du suchst selbst nach einer Lösung? Hier findest Du direkt was für mich die Lösung war.
Eine harmlose Frage an einen Hersteller Alles begann mit einer E-Mail, die ich für eine reine Formsache hielt. Ich wollte zwei kleine Kästchen kaufen, sogenannte MoCA-Bridges, die Ethernet-Signale über ganz gewöhnliche Koaxialkabel transportieren – die Art von Kabel, die in fast jedem deutschen Haus für Satellitenfernsehen verlegt ist, oft ungenutzt in der Wand schlummernd, sobald der letzte Röhrenfernseher ausgemustert wurde. Die Idee dahinter ist bestechend einfach: Statt für teures Geld neue Netzwerkkabel durch ein bewohntes Haus zu ziehen, nutzt man einfach das, was ohnehin schon da ist. Bevor ich Geld ausgab, wollte ich nur eine Frage geklärt wissen: Würden diese Bridges auch mit sogenannten VLAN-Trunks umgehen können, also mit Netzwerkpaketen, die eine zusätzliche Kennung tragen, über die man mehrere logisch getrennte Netzwerke über dieselbe physische Leitung schickt? Für einen Netzwerk-Nerd wie mich, der sein Zuhause mit derselben Sorgfalt segmentiert wie andere Leute ihren Weinkeller, war das keine Nebensächlichkeit.
Weiterlesen →23.08.2026
Wer heute einen USB-Stick formatiert, eine SD-Karte für eine Kamera vorbereitet oder einen Datenträger für möglichst viele unterschiedliche Geräte kompatibel machen möchte, begegnet früher oder später FAT32 oder exFAT. Beide Dateisysteme wirken auf den ersten Blick wie Relikte aus einer längst vergangenen Computerzeit. FAT32 stammt tatsächlich aus einer Ära, in der Festplatten noch in Megabyte statt Terabyte gemessen wurden.
Und trotzdem ist FAT keineswegs verschwunden.
Im Gegenteil: Die grundlegende Idee hinter der File Allocation Table, kurz FAT, begleitet uns seit den ersten Generationen des IBM-PC-kompatiblen Personal Computers. FAT12, FAT16 und FAT32 waren jeweils Antworten auf die immer größer werdenden Speichermedien ihrer Zeit. Mit exFAT hat Microsoft schließlich einen Nachfolger geschaffen, der die einfache Struktur von FAT beibehalten, dessen historischen Beschränkungen aber weitgehend beseitigen sollte.
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